Kühlmittelverteilereinheit
In der modernen Datenzentrumslandschaft reichen herkömmliche Luftkühlungssysteme aufgrund des exponentiellen Anstiegs der von künstlicher Intelligenz (KI) und globalem Datenverkehr benötigten Rechenleistung nicht mehr aus. Der Übergang zur Flüssigkeitskühlung ist oft eine Notwendigkeit, um hohe thermische Belastungen zu bewältigen, und die Kühlverteilungseinheit (CDU) ist dabei die zentrale Komponente.
Was ist eine Cooling Distribution Unit?
Eine CDU (Cooling Distribution Unit oder Coolant Distribution Unit) ist die kritische Schnittstelle, die das Kühlmittel zwischen der Gebäudetechnik (Facility Water System – FWS) und der IT-Ausrüstung (Technology Cooling System – TCS) verwaltet und zirkulieren lässt. Sie gewährleistet, dass die von hochdichten Komponenten wie CPU und GPU erzeugte Wärme effizient und sicher abgeführt wird.
Funktionsweise einer CDU: Präzision und Isolation
Cooling Distribution Units erfüllen drei lebenswichtige Funktionen für die Systemintegrität:
Thermische Isolation: Dank eines internen Wärmetauschers hält die CDU die beiden Kreisläufe (primär und sekundär) getrennt und schützt empfindliche Hardware vor Verunreinigungen im Gebäudewasser.
Präzise Regelung: Das System regelt kontinuierlich Temperatur, Druck und Durchfluss des Kühlmittels. Dies verhindert Kondensatbildung, indem das Fluid stets über dem Taupunkt gehalten wird.
Optimierte Verteilung: Es gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung des Kühlmittels zu Kaltplatten (cold plates) oder Hintertür-Wärmetauschern.
Installationsart
Flüssig-zu-Flüssig. Dies ist die leistungsstärkste Lösung für hohe Lasten (KI, HPC), die die Wärme direkt an das gekühlte Wassersystem des Gebäudes abgibt.
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